AUS DEM ZYKLUS "DAS ENDE DES BUCHES"

Robida ahnte, dass in weiterer Zukunft neue Medien das Buch verdrängen würden.
Er erfand das TELEPHONOSKOP, das wir auf der vorherigen Seite vorgestellt haben.
Die Redakteure der Zukunft würden sofort live in alle Welt senden (so wie das Radio
und heute das Internet), Autoren ihre Bücher nurmehr sprechen und nicht mehr
schreiben (bei ihm war es auf Tonwalzen, heute verstehen viele PCs schon Ansagen),
wer Lust auf eine Buchwalze hat (die ähnlich wie ein Hörbuch heute fungiert) geht
zu einem der Automaten auf der Strasse und läßt so ein Buch auf Knopfdruck entstehen.
Selbst Walkman und iPod zeichnete Robida schon vor 120 Jahren (letztes Bild).
Respekt, Monsieur Albert!

Die Zeitungsarbeit der Zukunft: Die Redakteure sprechen ihre Beiträge sofort ins Mikrofon und können weltweit gehört werden

Auch im Transportmittel der Zukunft wird nicht gelesen, sondern gehört

Die Autoren der Zukunft schreiben ihre Bücher nicht mehr mit Federkiel auf Papier, sondern sprechen ihr Buch in den Trichter

Dickens, Hugo und andere Autoren werden auf solchen Walzen verewigt
Heute Realität durch die Hörbücher auf CDs
Auf dem Bild rechts geht eine junge Frau zu einem der Buchautomaten und läßt das
gewünschte Hörbuch auf Knopfdruck produzieren

Wie Hausierer ziehen die Autoren mit ihrem neuesten Werk durch die Strassen
und lassen die Leute ein wenig in ihren letzten Geistesblitz schnuppern.

Danebn die realistische Vorschau des Walkman oder iPod vor über 100 Jahren
Der Wanderer hat zwei Ohrstöpseln mit dem Gerät am Bauch verbunden.


DER KRIEG DER ZUKUNFT

Weit vor den ersten Flugversuchen zeichnete Robida viele Bilder von Luftkämpfen
und Bombenangriffen, ja sogar den Gaskrieg des 1. WK sah er (leider) voraus

Ähnlich H.G. Wells zerbrach sich Robida Ende des 19. Jahrhunderts den Kopf über die Kriege des 20. Jahrhunderts.

Dabei ahnte er viele Dinge voraus, die den meisten Menschen seiner Zeit total utopisch vorkamen:

Krieg unter Wasser (Bild links), U-Boote, Sub-Marine-Soldaten.

1. Farbbild oben: Gigantische Schlachtschiffe mit Luftunterstützung gegen eine Kavallerie

2. Farbbild oben: Die Einzelkämpfe der Doppeldecker im 1. Weltkrieg sah er in kleinen wendigen Einsitzer-Aeromobilen voraus, also gar nicht so weit weg von der Realität.

Unten: Gigantische Flug-Kampfmaschinen in der Luft, gigantische Kanonen zur Erde. Bereits eine Vorschau auf die Technologie des 2. Weltkriegs.



ZULETZT DER KARIKATURIST ROBIDA

Ein Mann mit Humor: Karikierendes Selbstporträt Robidas

In Robidas Zeit wurden die ersten (noch hoch gefährlichen) Röntgengeräte entwickelt und beworben.
Klar dass sich Robida um die Folgen dieser Bestrahlungen (heitere) Zukunftsgedanken machte ;-)

Ich hoffe, dieser kleine Exkurs in die Vergangenheit, in der sich ein kluger Kopf Gedanken um unsere
Gegenwart (seine Zukunft in 100 Jahren) machte, hat Euch interessiert.

Auf der Ars Electronica liegen auch Bücher auf, die zeigen, wie man vor über 100
Jahren das 20. Jahrhundert vorauszusehen versuchte

(siehe Bericht über die Ausstellung HIER)